Diagnostik
Eine Diagnose kann helfen, sich selbst zu verstehen und Unterstützung zu bekommen. Der Weg dorthin ist für viele lang.
Wer eine Diagnose stellt
Eine Autismus-Diagnose stellen Fachleute mit Erfahrung in diesem Bereich – in der Regel Ärztinnen und Ärzte für Psychiatrie oder Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten oder spezialisierte Ambulanzen.
Wie eine Diagnostik meist abläuft
- ausführliche Gespräche über das heutige Leben und die Kindheit
- Fragebögen, manchmal auch für Angehörige
- Beobachtung in einer Gesprächs- oder Spielsituation
- Prüfung, ob andere Erklärungen besser passen oder zusätzlich vorliegen
Fragen Sie vorher, wie viele Termine nötig sind, ob Sie eine Überweisung brauchen und wer die Kosten trägt. Sie können um schriftliche Informationen und um Pausen bitten.
Was eine Diagnose öffnen kann
- ein besseres Verständnis der eigenen Geschichte
- Nachweise für Unterstützung – zum Beispiel für die Feststellung eines Grades der Behinderung, für Eingliederungshilfe oder einen Nachteilsausgleich
- Kontakt zu anderen autistischen Menschen
Ihre Daten, Ihre Entscheidung
Eine Diagnose ist ein Gesundheitsdatum und damit besonders geschützt (Art. 9 Abs. 1 Datenschutz-Grundverordnung). Wem Sie davon erzählen – Arbeitgeber, Schule, Freundeskreis –, entscheiden Sie selbst.
Bei uns ohne Diagnose
Für die Mitgliedschaft im Verband soll keine Diagnose nötig sein. Zugehörigkeit ohne Diagnosepflicht
Rechtsstand: Den Wortlaut der genannten Vorschriften haben wir am 20. Oktober 2026 geprüft (Bundesrecht in der amtlichen Fassung auf gesetze-im-internet.de, EU-Recht und UN-Behindertenrechtskonvention im Amtsblatt der Europäischen Union). Gesetze können sich seitdem geändert haben.