Gesundheit und Arztbesuch
Arztpraxen und Krankenhäuser sind oft laut, hell und unvorhersehbar. Gute Vorbereitung und klare Absprachen machen vieles leichter.
Vor dem Termin
- Beschwerden, Fragen und Medikamente aufschreiben und mitnehmen
- nach einem Termin am Anfang oder Ende der Sprechzeit fragen, wenn Warten schwerfällt
- fragen, ob Sie draußen oder in einem ruhigen Raum warten können
- eine Begleitperson mitnehmen, wenn das hilft
Im Termin
- Sagen oder zeigen Sie schriftlich, dass Sie autistisch sind und was Sie brauchen – etwa Ankündigung vor Berührungen, klare Erklärungen, Zeit zum Antworten.
- Wenn Sie Schmerz oder Körpersignale anders wahrnehmen, erwähnen Sie das. Es kann für die Behandlung wichtig sein.
- Bitten Sie um eine schriftliche Zusammenfassung.
Was das Recht dazu sagt
- Die gesetzlichen Krankenkassen müssen den besonderen Belangen behinderter und chronisch kranker Menschen Rechnung tragen (§ 2a SGB V).
- Bei einer stationären Krankenhausbehandlung können Menschen, die Eingliederungshilfe bekommen, unter bestimmten Voraussetzungen von vertrauten Bezugspersonen begleitet werden – zur Verständigung und zur Unterstützung im Umgang mit Belastungen (§ 113 Abs. 6 SGB IX).
Erschöpfung ernst nehmen
Viele autistische Menschen berichten von Phasen tiefer Erschöpfung, oft nach langer Überlastung oder Anpassung. Wenn Sie so etwas erleben, sprechen Sie mit einer Ärztin oder einem Arzt Ihres Vertrauens. Herausforderungen und Krisen
Rechtsstand: Den Wortlaut der genannten Vorschriften haben wir am 20. Oktober 2026 geprüft (Bundesrecht in der amtlichen Fassung auf gesetze-im-internet.de, EU-Recht und UN-Behindertenrechtskonvention im Amtsblatt der Europäischen Union). Gesetze können sich seitdem geändert haben.